Da ist die Struktur im strukturarmen Raum. Das Dorf ist für manche Heimat, eigentlich für die meisten. Also für die, die noch da sind und für die, die immerhin kommen um die Eltern zu besuchen. Wenn Platz im Gefrierschrank ist, wird geschlachtet. Wenn man singt, dann nicht, weil es schön klingt, sondern weil es sich richtig anfühlt. Das Kind vom Pfarrer kann nicht Rollschuh laufen und wird es auch niemals lernen. Aber das ist kein Problem, denn der Bus kommt ja um 7:24 Uhr.
30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt „NOR.“ auf den Stand der Dinge in einem thüringischen Dorf.

Dokumentarisches Theater mit Objekten über das Leben an Orten, wo alle immer nur durchfahren.

“ Josephine Hock hält fast eine Dreiviertelstunde lang die darstellerische Spannung und damit auch die Aufmerksamkeit ihres Publikums. Sie kann Komik, mädchenhaft, bierernst und saukomisch – und sie kann: Pausen. Sie hat ein überaus feines Sensorium für Stille, für die unausgesprochene Frage im Raum: Ist das jetzt so auf dem Land oder ist das eine Pointe?“

aus der Jurybegründung zum 1. Platz beim Freisprung Festival Rostock 2019
Foto: Georg Pöhlein – internationales figuren.theater.festival erlangen

Idee und Realisierung: Josephine Hock
Dramaturgie: Clara Fritsche
Unterstützung Bühnenelektrizität: Ingo Mewes
Diplominszenierung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst

Premiere: 27.05.19

Foto: Weltgestalten

Ausgezeichnet mit dem 1. Platz beim Freisprung Festival Rostock 2019

Gastspiele: internationales figuren.theater.festival Erlangen, Fest der Puppen Lingen, Schaubude Berlin, Freisprung Festival Rostock, Ludwigslust, Greifswald, Bad Liebenwerda

Mit freundlicher Unterstützung durch den Deutschen Bühnenverein, Landesverband Berlin

Juni 18, 2019